Der Aachener Tivoli ist mittlerweile über 75 Jahre alt und eines der traditionsreichsten und stimmungsvollsten Stadien in Deutschland, wo die pure Fußballatmosphäre noch spürbar ist. Der Zuschauer kann das Spielgeschehen in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld verfolgen und die Spieler erleben durch die enge Bauweise eine sehr intensive Stadionathmosphäre. Der Tivoli ist allerdings auch in die Jahre gekommen und der Zahn der Zeit nagt an der Alemannischen Heimat. Seit 1908 bestritt die Alemannia, mit Ausnahmen, ihre Heimspiele auf dem städtischen Platz Neu-Tivoli. Damals musste der Verein noch jährlich 360 Mark Miete zahlen. Irgendwann reichte die Kapazität der Platzanlage aber nicht mehr aus, so dass beschlossen wurde, ein Stadion für den Verein zu bauen. Mit dem Bau der Kultstätte wurde dann 1925 begonnen und nach dreijähriger Bauzeit wurde dann im Sommer 1928 das Stadion "Tivoli" mit einer Kapazität von 10.000 Zuschauern eingeweiht. Der Platz war damals 105 x 70 Meter groß. Das Einweihungsspiel gegen Preußen Krefeld gewann die Alemannia mit 4:3.
In der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft 1938 musste die Alemannia jedoch in das 1927 erbaute Waldstadion ausweichen, da ca. 13.000 Zuschauer die Alemannen in den Spielen unterstützten und der Tivoli nicht ausreichend Platz bot.  25 Jahre spielte man im Stadion Tivoli bis die erste Ausbaumaßnahme begonnen wurde. Im Jahre 1953 wurde eine neue Stehplatztribüne errichtet und der Spielertunnel vom Platz zu den Umkleideräumen entstand. Nur 4 Jahre später entschloss man sich den Tivoli weiter auszubauen. 1957 wurde der Tivoli für 300.000 Mark erweitert. Die Sitzplatztribüne erhielt nun ein Dach und die Stehplätze wurden ausgebaut, so dass das Stadion jetzt 32.000 Zuschauer fasste. Des weiteren wurde eine Flutlichtanlage installiert, die bis heute noch in Funktion ist. Das Einweihungsspiel gegen Español Barcelona verlor man mit 2:4.
Bis zur nächsten Erweiterung verging wieder etwas Zeit und der Tivoli erlebte die bis dato erfolgreichste Zeit der Alemannia mit zwei Meisterschaften in der Regionalliga West, dem Aufstieg in die Bundesliga und der deutschen Vizemeisterschaft 1969. Im Februar 1980 erhielt die Stehtribüne auf der längsseite dann eine Überdachung.
Nachdem der Tivoli im Laufe der Jahre mehr Tiefen als Höhen erlebte und im Jahr 1998 der niederländische Supergeiger André Rieu nach einem Konzert auf dem Tivoli den Rasen ruiniert hatte, musste nach dem Aufstieg 1999 in die 2.Bundesliga das Geläuf erneuert werden. Der Platz erhielt eine komplett neue Rasendecke und zusätzlich wurde noch Rasenheizung installiert, die mit Fernwärme betrieben wird. Gleichzeitig wurde auch der Höhenunterschied beseitigt (der Platz hatte ein Abwärtsgefälle zum Würselener Wall hin). Zudem wurden später noch die Lampen der Flutlichtanlage ausgetauscht und somit die Luxzahl erhöht und fernsehgerecht angepasst. Auch eine neue Beschallungsanlage wurde installiert.
Die Alemannia musste nach dem Aufstieg auch noch einige Auflagen des DFB erfüllen. So wurden die einzelnen Zuschauerblöcke der Tribünen (bis auf die Sitztribüne) mit Zäunen getrennt. In der Winterpause der Saison 1999/2000 erhielt die Sitzplatztribüne dank der Unterstützung von Roda JC Kerkrade richtige Schalensitze, die allerdings der Einfachheit halber einfach auf die alten Holzbänke geschraubt wurden. Die Sitzschalen stammten aus dem alten Roda Stadion. Im Sommer 2002 wurden hinter beiden Toren Fangzäune installiert, um die Zuschauer vor den harten Schüssen der Profis zu schützen. Die nächste Errungenschaft stammt vom 27.04.2003 und ist eine nicht unbedeutsame, denn die Technik hielt Einzug im altehrwürdigen Tivoli. An diesem Tag feierte die neue Videowand der Alemannia eine gelungene Premiere (3:0 gegen Mainz) und fortan konnten Spielstände, Werbung und sonstige Spielereien auch richtig präsentiert werden. 
Nach dem "Skandalspiel" am 24. November 2003 gegen den 1.FC Nürnberg und dem Kasperletheater eines Herrn W. folgten Änderungen am Stadion, die das Gesamtbild des Stadions und die Sicht jedes Stehplatzbesuchers erheblich zum Negativen veränderten. Der Verein ließ vor allen Stehplatztribünen Fangnetze installieren, um künftig vor Wurfgegenständen besser geschützt zu sein. Zunächst wurden die Fangnetze mit Pfeilern installiert, die aber später auf der Überdachten wieder verschwanden, wo die Fangnetze am Stadiondach befestigt worden. Die Trainerbänke wurden auch verändert und von der überdachten Stehplatztribüne weg, vor die Sitzplatztribüne montiert, wobei im laufe der Zeit mehrere Konstruktionen der Trainerbänke ihre Erprobung fanden. Die ganze Umbauaktion kostete den Verein ein Summe in Euro im hohen fünfstelligen Bereich. Die letzte Umbauaktion war eine Größere, die mehrere Baustellen hatte und von Juni 2004 bis Anfang August 2004 ging. Die Sitzplatztribüne erhielt komplett neue Sitzschalen in Schwarz mit gelben Alemannia Schriftzug. Notwendig wurde diese wegen neuer Brandschutzvorschriften, die auch breitere Aufgänge zwischen den Blöcken forderten. Zudem wurden die alten Holzbänke abgerissen und die neuen Sitzschalen auf eine Stahlkonstruktion befestigt. Die Einsatzleitstelle der Polizei und Feuerwehr wurde auch auf der Sitzplatztribüne abgerissen und in Form eines Baucontainers auf dem Würselener Wall in Block K wieder aufgebaut. Auch der Bereich der Rollstuhlfahrer wurde komplett verlegt. Von Block I der Sitzplatztribüne in den Block T der überdachten Stehplatztribüne. Nachdem die alte Stadionuhr beim Pokalspiel gegen die Bayern aus fernsehtechnischen Gründen abmontiert wurde, fand sie nach Faninitativen, Restauration und optischer Verschlimmbesserung den Weg wieder zurück an ihren angestammten Platz. Das Spielfeld wurde in dieser Zeit ebenfalls erneuert, da der alte Untergrund (Baujahr 1999) kaum noch Wasser in die Drainage durch ließ und die Rasenheizung auch nicht hundertprozentig funktionierte. 28 km Rohre wurden für die neue Rasenheizung verlegt und damit es mit dem Wasserablauf ordentlich funktioniert, wurden gut durchlässige Untergrundschichten aus Erde und Sand aufgetragen, wie z.B. eine 15-20 cm dicken Rasentragschicht aus einem speziellen Gemisch, die wie eine Asphaltdecke aufgetragen wurde. Zum Schluss wurde der neue Rollrasen installiert. Um das Spielfeld wurde noch während des Umbaus ein 50 Zentimeter breiter Weg gepflastert, der eine pratschfreien gang um das Spielfeld ermöglicht. Bildergalerie vom Umbau - 75 Bilder |